RGB

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Der bekannteste Farbraum bei digitalen Bildern ist RGB, was für Red-Green-Blue steht. Dieses Farbmodell ist motiviert durch die Verwendung der drei Primärfarben Rot, Grün und Blau in Monitoren und benötigt somit drei Kanäle, um eine Farbe zu speichern.

Durch die Ansteuerung der drei Primärfarben wird eine additive Farbmischung erzeugt, was bedeutet, dass sich das Licht der Primärfarben zu einer Mischfarbe aufsummiert. Die Sekundärfarben entstehen durch die Ansteuerung von jeweils zwei Primärfarben zu gleichen Teilen: Aus Rot und Grün entsteht Gelb, Aus Grün und Blau entsteht Cyan und aus Blau und Rot entsteht Magenta. Die Mischung aller drei Primärfarben zu gleichen Teilen ergibt Weiss. Das Fehlen jeglicher Primärfarbe ergibt Schwarz.

Da die drei Primärfarben je nach Anwendungsbereich variieren können, gibt es eine unendliche Anzahl an RGB-Farbräumen. Ein Laptop-Monitor hat beispielsweise andere Primärfarben als ein Fernseher und eine Digital-Kamera erfasst andere Primärfarben als ein Scanner. Fehlen die Angaben über die Primärfarben, so ist der Farbraum undefiniert und es wird ein je nach Anwendungsgebiet unterschiedlicher Standard angenommen. Oftmals wird entweder sRGB (Standard-RGB) oder Adobe-RGB (1998) als Standard verwendet, allerdings variiert das Verhalten von verschiedenen Systemen und Programmen teilweise markant.

In Computersystemen ist es üblich, einen Kanal mit 256 Abstufungen zu speichern, womit insgesamt 16'777'216 unterschiedliche Mischfarben definiert werden können. Während der Jahrtausendwende wurden Grafikkarten mächtig genug, um alle Farben gleichzeitig darzustellen. Die Speicherung von 256 Abstufungen hat sich somit durchgesetzt, nicht zuletzt auch aufgrund der einfachen Speicherung: Jeder Kanal benötigt genau 1 Byte und eine Farbe somit 3 Bytes, was in der Informatik häufig als 24bit angegeben wird.

Der RGB-Farbraum mit 256 Abstufungen wurde früher mit True Color oder auf Macintosh-Systemen mit Millionen von Farben angegeben, diese Bezeichnungen sind heute jedoch hinfällig. Gewisse Programme erlauben es, die Kanäle mit 65'536 Abstufungen (2 Bytes) zu speichern und zu verarbeiten, da professionelle Kameras oder anderweitige Eingabegeräte Farben mit mehr als nur 8 Bit erfassen können. Zunehmend ist auch die Speicherung der Kanäle als Fliesskommazahl mit 4 Bytes möglich, allerdings wird die gesteigerte Genauigkeit hierbei vermehrt für erweiterte Bildinformationen wie beispielsweise bei HDR verwendet.

Man beachte, dass eine genauere Abstufung der Kanäle keine Vergrösserung des Farbraumes bewirkt, sondern lediglich dazu führt, dass Farben genauer gespeichert werden können und Berechnungen weniger fehlerbehaftet sind. Für den normalen Anwender sind 256 Abstufungen mehr als ausreichend.

 
© Tobias Stamm, manderby.com