Durch das fehlende Wissen um den genauen Vorgang des Sehens konnte lange Zeit der Begriff Farbe wissenschaftlich nicht erfasst werden. Tatsächlich kann ein Mensch ein Lichtspektrum nicht als ganzes erfassen, was bedeutet, dass verschiedene Spektren gleich erscheinen, obschon sie es nicht sind. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich aufgrund dessen der Begriff Farbvalenz etabliert, welcher besagt, dass zwei Farbvalenzen gleich sind, wenn sie von einem Menschen als gleich empfunden werden. Aufgrund dieser Definition wurden Farb-Nachmisch-Versuche mit mehreren Probanden durchgeführt und führten im Jahre 1931 zur Einführung eines standartisierten psychovisuellen Modells, dem sogenannten CIE-Normalbeobachter. Dieses Modell vermag sämtliche für den Menschen sichtbare Farben (siehe Diagramm rechts) numerisch zu beschreiben. Dadurch wurde es möglich, Farbmetriken aufzubauen, wodurch Farben letztendlich auch als digitale Daten gespeichert werden können. |