Interlacing

Start
 

Unter Interlacing versteht man eine Umsortierung der Pixel in einem Bild. Dieser Begriff wurde ursprünglich hauptsächlich bei Bildschirmen verwendet. Hierbei bezeichnet Interlacing eine Aufspaltung des darzustellenden Bildschirm-Inhaltes in zwei Hälften, wobei die erste Hälfte alle geraden und die zweite Hälfte alle ungerade Bildzeilen abspeichert. Bei jedem Bildaufbau werden nur entweder die geraden oder ungeraden Bildzeilen auf dem Bildschirm dargestellt, worauf im nächsten Bildaufbau dann die jeweils andere Hälfte an die Reihe kommt. Durch die hohe Bildaufbau-Rate moderner Bildschirme ist dieser Wechsel für das menschliche Auge fast nicht sichtbar.

Das Internet erlaubt nur eine relativ langsame Datenübertragung. Durch Interlacing kann erreicht werden, dass ein Bild nicht Pixel für Pixel aufgebaut werden muss, sondern sukzessive das Bild zuerst nur grob und später immer feiner übertragen wird. Ein solches Verfahren wird auch als progressiv bezeichnet. Die typischen Bildformate für die Darstellung im Web erlauben es, ein Bild progressiv aufzubauen.

Das Bildformat GIF baut ein Bild in 4 Stufen auf: Zuerst werden alle Zeilen übertragen, welche durch 8 teilbar sind. Danach sind alle noch nicht übertragenen 4er-Zeilen an der Reihe, danach alle nicht übertragenen 2er-Zeilen und zum Schluss werden sämtliche noch fehlenden Zeilen übertragen.

Das Bildformat PNG überträgt die Daten nach der Adam7-Methode, benannt nach dessen Erfinder plus die Anzahl Stufen: Zuerst werden alle Pixel übertragen, welche sich in einer durch 8 teilbaren Zeile und Spalte befinden, danach kommen alle noch nicht übertragenen Pixel jeder 4. Spalte hinzu, dann diejenigen der 4. Zeilen, dann die 2. Spalten, die 2. Zeilen, danach werden die restlichen Spalten jeder ungeraden Zeile hinzugefügt und zum Schluss werden die übrigen Zeilen übertragen.

Beim Bildformat JPG werden die Bildinformationen so geladen, dass zuerst die Komponenten mit den grobflächigen Strukturen übertragen werden und später sukzessive immer feinere, genauere Strukturen. Auf dieser Seite wird die progressive Variante von JPG nicht weiter behandelt.

© Tobias Stamm, manderby.com