Interleaving

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Wenn ein Bild mit mehreren Kanälen (beispielsweise RGB) gespeichert wird, so gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wie diese Farbdaten angeordnet werden können: Entweder werden die einzelnen Kanäle nacheinander angeordnet, oder aber sie werden durchmischt. Die letztere Variante wird als Interleaved bezeichnet.

Die Durchmischung der Kanäle ist heutzutags die übliche Variante, da moderne Grafikkarten sämtliche RGB-Farben mit je 256 Abstufungen pro Kanal darstellen können. Dadurch wird die Speicherung eines Pixels vereinfacht, da stets drei aufeinanderfolgende Bytes den Farbwert eines Pixels vollständig definieren. Die Daten in einer Datei mit Interleaving haben somit die Byte-Anordnung RGBRGBRGBRGB...

Demgegenüber wird die unvermischte Anordnung der Kanäle hintereinander als non-Interleaved bezeichnet. Bei einem RGB-Bild bedeutet dies beispielsweise, dass zuerst sämtliche Rot-Daten des Bildes gespeichert werden, dann alle Grün- und schlussendliche alle Blau-Daten. Die Daten haben somit die Byte-Anordnung RRRRR...GGGGG...BBBBB...

Die non-interleaved-Anordnung war in frühen Zeiten der digitalen Bildverarbeitung die bevorzugte Art, ein Bild zu speichern, da nur eine limitierte Anzahl an gleichzeitig darstellbaren Farben möglich war. Die zu verwendenden Farben wurden dazumal in einer Farb-Palette definiert und die Grafikkarte mit diesen Farben geladen. Das Ansprechen der Farben einer Palette wurde üblicherweise durch eine Aufteilung der Farbnummern in einzelne Bits erreicht, wodurch beispielsweise ein Bild mit 32 Farben in 5 Bitmaps (Kanäle) aufgeteilt werden konnte. Dadurch konnte ein Bild direkt so abgespeichert werden, wie es später von der Grafikkarte benötigt wurde.

Heutzutags ist die Frage nach der Anordnung der Kanäle kaum mehr von Bedeutung. Die Dateiformate haben sich soweit entwickelt, dass der Benutzer sich nicht mehr darum kümmern muss. Dennoch muss ein Programm, welches die Dateien lesen soll, die Anordnung der Kanäle wissen. Beispielsweise speichert das BMP-Bildformat die Daten nicht als RGB, sondern als BGR und viele im Umlauf befindliche Formate erlauben sowohl eine interleaved- als auch eine non-interleaved-Anordnung.

 
© Tobias Stamm, manderby.com