Pixel + Dots

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Ein digitales Bild besteht aus vielen kleinen Bildpunkten, welche Pixel genannt werden. Der Begriff Pixel ist eine sprachlich vereinfachte Kurzform für picture element und existiert erst seit dem Beginn der Digitalisierung von Bildern. Die Masseinheit Pixel wird heutzutags abgekürzt mit px.

Heutzutags wird angenommen, dass Pixel auf einem quadratischen Raster angeordnet sind. Dies war aber früher (sowie in spezifischen Fällen auch heute noch) nicht zwingend der Fall, da auch rechteckige, sechseckige oder andersartige Raster möglich sind.

Der Begriff Pixel wird normalerweise verwendet für die Bildpunkte von digitalen Fotografien, Bildschirmen, Scans, Video, und ähnliches. Ein Pixel speichert stets einen Farbreiz, also eine Information über die darzustellende Farbe, beziehungsweise deren Intensität. Bei digitalen Bildern werden Farben mit einem oder mehreren Farbkanälen festgelegt, welche mehrere Intensitäts-Abstufungen erlauben.

Heutzutags besteht beispielsweise jeder Monitor-Bildpunkt aus den drei Farb-Elementen Rot, Grün und Blau und jedes dieser Elemente hat die Fähigkeit, mittels unterschiedlicher Intensität angesteuert zu werden, womit beliebige Farbreize reproduziert werden können.

Bei einem Drucker jedoch sind pro Bildpunkt normalerweise nicht beliebige Farben reproduzierbar. Ein heutzutags handelsüblicher Drucker kann an einer Stelle pro Kanal normalerweise nur entweder einen Farbklecks machen, oder eben nicht. Dieser Farbklecks wird als Dot bezeichnet. Dazwischenliegende Intensitäten können mit einem Dot nicht reproduziert werden.

Durch eine geeignete Rastertechnik ist es jedoch auch auf einem Drucker möglich, scheinbar beliebige Intensitäten zu reproduzieren. Beim Rastern eines Bildes werden mehrere nebeneinanderliegende Dots zu einer Zelle zusammengefasst. Die einzelnen Dots werden daraufhin so gesetzt, dass durch das Mischverhältnis der Dots innerhalb einer Zelle die gewünschte Intensität entsteht.

Es gibt sehr viele Verfahren, wie die Dots innerhalb einer Rasterzelle angeordnet werden können. Wenn die Dots um das Zentrum der Zelle angeordnet werden, bilden sie einen Makro-Dot. Hierbei sollte jedoch die Zelle ausreichend klein sein, sodass das menschliche Auge die Makro-Dots nicht einzeln erkennen kann sondern die Zellen als Mischfarbe auffasst. Solche Verfahren werden unter dem Begriff Amplituden-Modulierte Raster (AM) oder auch autotypische Raster zusammengefasst. Aufgrund der regelmässigen Anordnung der Makro-Dots zueinander spricht auch von Linien.

Wenn die Dots beliebig in der Zelle angeordnet sind, so spricht man von Frequenz-Modulierten Raster (FM), welche auch nicht-periodische Raster genannt werden. FM-Raster versprechen eine viel höhere Detailauflösung, haben sich jedoch bislang in der Drucktechnik kaum durchgesetzt, da diese Art von Raster viel höheren Schwankungen beim Druck ausgesetzt ist als AM-Raster, wodurch eine genaue Farbreproduktion sehr schwierig wird.

© Tobias Stamm, manderby.com